Chan Shaolin Kung Fu – traditionelle Tempelkampfkunst
Der Begriff Chan Shaolin Kung Fu setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:
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Chan (japanisch: Zen) bedeutet „Einkehr“ oder „Versenkung“ und beschreibt damit die Meditation als zentrale Übung des Chan-Buddhismus im Shaolin Kloster, wo auch das Chan Shaolin Kung Fu entstanden ist. Im Chan Shaolin Kung Fu ist die zentrale Übung das statische Training, dass auch als „Meditation in der Bewegung“ verstanden werden kann.
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Shaolin bedeutet „junger Wald“ oder „Hain junger Bäume“ und beschreibt nicht nur den Ort des ersten Shaolin Klosters, sondern trägt sogar zu dessen Namen bei.
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Kung Fu besteht aus zwei Schriftzeichen und heißt übersetzt „etwas durch harte, geduldige Arbeit erreichen“ und bedeutet sinngemäß „Das Bemühen, aus seinem Tun, seinem Leben und seinem Denken etwas Positives zu erschaffen“.
Im Chan Shaolin Kung Fu unterscheiden wir zwei Bereiche:
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Die äußeren Übungen, wie die allgemeine Bewegungslehre und deren Umsetzung ins alltägliche Leben, Stärkungsübungen des Bewegungsapparates, Basisbewegungen, Partnertraining, das Üben von Bewegungsformen und mit anderen Trainierenden.
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Die inneren Übungen, wie Methoden der Körperinnenbewegung, Atmung, Haltung und Konzentration. Die zentrale Übung ist die Meditation.
Das Chan Shaolin Kung Fu nach dem Taiwan Do© Prinzip ist ein ganzheitliches Lehrprogramm zur Erschließung, Schulung und Ausformung des Körpers und des Geistes. Die Schulungsinhalte betreffen jeden Aspekt des Menschen. Ausdruck findet dies in den 5 Säulen des Taiwan Do©:
Atmung: Mit ihr beginnt und endet das Leben. Atmen ist neben Sterben das zweite, was jeder Mensch im Leben muss! Es bestimmt in großen Teilen das Wohlbefinden, die körperliche Leistungsfähigkeit, das Funktionieren des Organismus. Mit zunehmender Übung erfährt der Trainierende die Atmung als treibende Kraft jeder Bewegung, sei sie innerer oder äußerer Natur.
Haltung: Die äußere Haltung wirkt auf die Funktionen des Organismus, sie bestimmt die Statik des aktiven und passiven Bewegungsapparates. Die innere Haltung ist unsere Einstellung zu den Dingen, die uns umgeben und auf uns wirken und die wir beeinflussen. Die richtige Haltung hält uns in jeder Hinsicht aufrecht.
Konzentration: Die Fähigkeit, etwas zu tun und nur das zu tun, ist ganz besonders. Der Satz „Nun konzentriere dich“ ist jedem bekannt, doch wem wurde jemals erklärt, wie man das tut? Wenn sie durch die Übung geschult und gestärkt wird, ist die Konzentration eine Schlüsselmethode, um sich in jeder Form der Bewegung, sei sie hauptsächlich körperlich, geistig oder seelisch, zu entwickeln und die jeweilig optimalen Ergebnisse zu erzielen.
Bewegung: Die Schulung und Ausformung und somit das Bewusstsein über den Bewegungsapparat ist keineswegs selbstverständlich. Hier erlangen die Übenden mit Geduld und Einsatz eine Möglichkeit zur Erschließung ihrer körperlichen Fähigkeiten. In der heutigen Zeit ist die Erfahrung seiner Kräfte und Fähigkeiten für Kinder und Jugendliche und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Erwachsenen unschätzbar wichtig.
Praktische Lebensphilosophie: Durch die Übungen erschließen und gehen wir einen Weg zur Schulung von Körper, Geist und Seele. Wir lernen und verstehen Methoden, die uns nicht nur in den Übungen, sondern im gesamten Leben zur Seite stehen und uns dabei helfen, die uns umgebende Welt positiv zu beeinflussen und zu gestalten. Der ganzheitliche Ansatz der Übung verleiht uns als Mensch körperliche, geistige, seelische Reife und Einsicht.
Das Besondere bei der Ausbildung in den Taiwan Do Akademien© liegt darin, dass zu jedem Zeitpunkt jeder Aspekt der oben genannten Säulen in allen Inhalten in Erscheinung tritt, immer in der jeweils sinnvollen Ausprägung.


Taiwan Do
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